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Meine Lieblingsbücher – Teil 1

Um meine Gedanken zu sortieren, habe ich Euch eine kurze Liste mit Lesetipps zusammengestellt. Die Reihenfolge ist willkürlich. Ich habe versucht es etwas zu durchmischen, damit die verschiedenen Geschmäcker nicht zu kurz kommen. Ich halte mich dabei vor allem an Fantasy, habe aber auch ein paar non-fiction Bücher und sogar einen Thriller dabei.

„Das Museum der gestohlenen Erinnerungen“ von Ralf Isau, Fantasy

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Die Geschwister Jessica und Oliver Pollock suchen ihren Vater, an den sich keiner mehr so recht zu erinnern scheint. Als Oliver und Jessica im Zuge ihrer Nachforschungen feststellen, dass das Ischtar-Tor im Museum nachts zu einem Weg in eine andere Welt wird, und Oliver in die phantastische Welt Quassinja gezogen wird, müssen sie beide in ihrer jeweiligen Welt nach Antworten suchen. Denn ein Gott des Vergessens will die Welt übernehmen und wird alle Erinnerungen stehlen, wenn die beiden ihn nicht aufhalten.

Noch vor der Neschan-Trilogie ist dieses Buch aus meiner Sicht das beste von Isau. Zwei parallele Erzählstränge sind meisterhaft miteinander verwoben, die Mythologie um sumerische Gottheiten erfrischend anderes, die Thematik des Vergessens spannend behandelt und dass es in Berlin spielt macht es irgendwie zu etwas sehr Deutschem… wenn man das so sagen kann.

Was ich cool finde: Das ganze spielt im Pergamonmuseum in Berlin und man kann wirklich dort hingehen und das Ischtar-Tor anschauen, was beinahe einen Dan-Brown-Effekt hat.

Lustiger Fakt: Als ich dort zu Besuch war, war es das einzige nicht-wissenschaftliche Buch, das im Museumsshop verkauft wurde.

„Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss, Fantasy

Der Name des Windes

Der erste Teil der Königsmörder-Chronik ist ebenfalls eine meisterliche Verwebung zweier Erzählstrange. Hier sind es nicht zwei Welten, sondern zwei Zeiten, in denen wir uns bewegen.

Die Rahmengeschichte: Der Chronikler, hat den berühmten Königsmörder, Zauberer und ehemaligen Abenteurer Kvothe aufgespürt und ihn überredet, ihm in drei Tagen seine Lebensgeschichte zu erzählen.

Diese Geschichte ist der zweite Erzählstrang, in dem Kvothe jung seine Eltern verliert und sich als Gassenjunge durchschlägt, bevor er sich mit Talent und Witz in die höchste Magie-Universität einschleicht und sein Herz an eine junge Frau mit weltlichen Ansprüchen verliert.

Rothfuss versteht es meisterlich, die Hintergrundgeschichte am Leser vorbei ins Buch zu schmuggeln und die Fragen, die sich uns stellen nie alle zu beantworten.
Das Buch hat Suchtpotential und ist ganz nebenbei eine faszinierende Meditation über die Entstehung, Verbreitung und Wahrheit von Geschichten und Legenden.
Wenn Ihr damit leben könnt, dass der dritte Teil auf unbestimmte Zeit noch nicht veröffentlicht ist, lasst Euch auf Kvothes Abenteuer ein!

„Die Dunklen Fälle des Harry Dresden“ von Jim Butcher, Urban Fantasy

Die Dunklen Fälle des Harry Dresden

Eine andere Reihe, auf deren nächstes Band ich jedes Jahr händeringend warte, ist die Geschichte um den einzigen Magier/Detektiv, der im Chicagoer Telefonbuch zu finden ist.

Mit einer wachsenden Anzahl an Helfern und Gegenspielern, allesamt abgerundete Figuren mit liebenswürdigen Eigenheiten, tritt Harry gegen Gefahren aus den verschiedensten magischen Ecken an. Es ist eine sehr coole Mischung aus klassischem Hard-boiled Detektivstory im Stil der 20er Jahre Noir-Filme und Fantasy, in der die Grenzen zwischen einem realen Chicago und der magischen Welt verschwimmen. Mit Witz und Toleranz für Schmerzen rennt Harry gegen jedes scheinbar unlösbare Problem an und löst auch die verzwicktesten Fälle.

Auch Butcher versteht es, parallele Handlungsstränge gekonnt zur Auflösung zu bringen und immer die richtige Balance zwischen Action und Detektivarbeit zu finden. Seine Interpretation der Feenwelt, Vampire und Magie ist neu und spannend. Die ersten zwei Bände sind ganz okay, aber ab dem dritten geht es richtig los und wird immer besser. Band 16 „Friedensgespräche“ soll am 01.12. in Deutschland erscheinen.

Wenn Ihr noch Zeit im Kalender frei habt, kann ich Euch diese Reihe sehr ans Herz legen. Für alle, die lieber hören als lesen und das gerne im Original, ist die Vertonung von James Marsters der absolute Bringer!

„Total Recall – Die wahre Geschichte meines Lebens“ von Arnold Schwarzenegger, Autobiographie

Total Recall von Arnold Schwarzenegger

Für etwas Varianz nun zu einem realen Badass. In dieser Autobiographie erzählt Arnie seinen Werdegang von seiner Kindheit in einem kleinen Dorf im Nachkriegs-Östereich, über seinen Weg zum vielfachen Bodybuilder-Champ, zum Real-Estate-Mogul, zum unerwarteten Filmstar zum Governator und bis 2014.

Er teilt seine privaten und öffentlichen Erfolge und Rückschläge, das Zeitgefühl von fast 70 Jahren und viele Anekdoten über andere berühmte Menschen und Begebenheiten. Es ist ein faszinierendes, spannendes Buch.

Besonders interessant finde ich die Gewinnermentalität, die er an den Tag legt. Ich habe einige Selbsthilfe-Bücher gelesen, aber noch keins, das so im Leben widerspiegelt, wie die ganzen Strategien und Tipps anzuwenden sind. Arnies Leben ist ein leuchtendes Beispiel für alle, die so große Träume haben, dass niemand anders an sie glaubt.

„Die Macht der Gewohnheit“/“Smarter, schneller, besser“ von Charles Duhigg, angewandte Psychologie

Die Macht der Gewohnheit

Für alle, die von Arnies Autobiographie angetrieben, mehr zum Thema „Wie mache ich mich besser?“ wissen wollen, empfehle ich diese Bücher. Sie sind eigenständig, aber das zweite baut ein wenig auf dem ersten auf.

Charles Duhigg untersucht die Frage, inwieweit der Mensch Herr seiner Gewohnheiten ist, warum es so schwer ist sie zu ändern und wie wir es vielleicht doch schaffen. Und dann, wie wir kreativer, produktiver und glücklicher werden.

Er ist ein toller Geschichtenerzähler, der uns jeden wichtigen Punkt anhand mehrerer erstklassig recherchierter realer Vorkommnisse nahebringt und damit unterhaltsam und lehrreich zugleich ist. Im zweiten Band beleuchtet er unter anderem, wie durch Konzentration auf das Wesentliche „Frozen“ von einem unlösbar scheinenden Desaster zum größten Erfolg des Pixar-Studios wurde.

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